Effizient, aber ohne Vision? Wir brauchen mehr Zeit zum Nachdenken

Newsletter August 22

Kürzlich fuhr ich mit dem Auto an eine Baustelle. Ein Mann sass in einem Bagger, eine Frau steuerte den Verkehr. Bei jedem Auto musste der Baggerfahrer seine Arbeit unterbrechen und zur Seite fahren. Ich fragte mich wie produktiv ein solcher wohl Einsatz ist? Effizient ist es jedenfalls nicht. 

Am gleichen Tag lese ich den Artikel in der Wirtschaftswoche „Effizient, aber ohne Vision? Wir brauchen mehr Arbeitszeit zum Nachdenken“. (der Link befindet sich am Ende des Newsletters)

Der Autor nimmt dabei den Spruch vom deutschen Altbundeskanzler Helmut Schmidt aufs Korn: „Wer Visionen hat, sollte  zum Arzt gehen“ und münzt ihn um in „Wer Visionen haben will, muss dafür zum Arzt gehen, um im Wartezimmer Zeit dafür zu haben, einfach mal nachzudenken“.

Ich unterstelle uns beides: Wir kennen die Effizienz, aber wir kennen auch die ständige Unterbrechung. Die Effizienz, die das Rad am Laufen hält braucht ein Innehalten und die Unterbrechung braucht ein bewusstes Innehalten. 

Wir sind gefangen in all dem täglichen Kleinkram wie: Reportingsysteme zu bedienen, Forecasts abzugeben, Rückblicke zu erstellen und zu argumentieren (weshalb der Forecast sich nicht erfüllt hat), Listen abzuhaken, Arbeitszeiten zu erfassen und zu kontieren, von einer Sitzung zur anderen zu rennen, Telefonate entgegenzunehmen. Gerade die Sitzungskultur im Homeoffice erfordert Höchstleistung. Wir machen kein Small Talk mehr, wir starten sofort mit der Agenda, weil in 60 Minuten schon die nächste Sitzung beginnt.

Ist das nun produktiv oder effizient? Ich finde weder noch. Denn am Ende steht die Erschöpfung. Und wer erschöpft ist, kann überhaupt nicht mehr denken, weder klar noch visionär. 

Wir müssen also mehr Geschwindigkeit herausnehmen, nicht mehr auf jeden Zug aufspringen, der gerade angefahren kommt. Die App Clubhouse ist ein Beispiel unserer Zeit: Vor einem Jahr der Hype. Und heute? Kräht kein Hahn mehr danach. 

Wir dürfen lernen in die Ruhe zu kommen, der eigenen Wahrheit und der des Unternehmens auf die Spur zu kommen. Der inneren Stimme zu lauschen und sich dieser verpflichtet zu fühlen. 

Dahin kommen wir nur, wenn wir mehr Zeit haben zum Nachdenken, aber auch zum Nachfühlen, denn Fühlen ist das neue Wissen. 

Sein halbes Leben erforscht der Weisheitslehrer Ralph Wilms das Fühlen und Denken. Wahrscheinlich gibt es keine Kultur, mit der er sich noch nicht auseinandergesetzt hat und deren Rituale er versucht zu verstehen und sich überlegt, wie wir sie für die Wirtschaftswelt übersetzen können.

Zu diesem businessrelevanten Thema bieten wir mit ihm ein 2 Tages-Seminar und ein Online Follow Up an. Wir lernen, wie wir es im Unternehmen schaffen, mehr nachzudenken. Aber auch: mehr nachzufühlen, die Intuition zu schulen, das innere Frühwarnsystem zu aktivieren und letztlich wirklich innovativ zu sein. Denn nur so können wir die Zukunft unseres Unternehmens sichern. Alle Infos hier.

Sollte der Termin nicht passen, machen wir auch gerne ein Inhouse Seminar oder bündeln verschiedene Unternehmen für dieses Seminar. 

Liebe Grüsse von 
Manuela  

 

PS. Zum Artikel der Wirtschaftswoche geht es übrigens hier

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Denn verantwortungsvolle Arbeit darf Freude und Sinn machen, sowie eine Wirkung erzeugen.

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