„True Leadership“ fängt bei sich selbst an

Gestern Abend trafen sich Führungspersönlichkeiten, die erkannt haben, dass es neue Wege in der Führung braucht um den Veränderungen souverän zu begegnen. Es braucht neue Wege, damit die Mitarbeitenden sich mit dem Unternehmen verbunden fühlen und ihre Potenziale ausschöpfen können und bereit sind dazu. Der Anlass fand in wunderschönen Ambiente, in einer Villa in CH-Baden statt. Das Haus empfängt einen in Würde und man fühlt sich sofort getragen und beschenkt. Kaivalya Kashyap, Transformationsexperte, der die Transformation im eigenen Leben durchlebt, begleitet uns durch den Abend.

Wir begannen mit einem leichten Abendessen und sprachen über die Frage „Was will ich der Welt von mir geben – Was möchte ich mit meinem Leben für andere bewirken“? Das ist zugegeben eine recht herausfordernde Frage, die man gar nicht so leicht beantworten kann, wenn man sich vorher noch nicht damit auseinandergesetzt hat. Und auch dann, ist es nicht so leicht, wie wir festgestellt haben.

Dann ging es weiter mit dem Thema des Abends. Kaivalya machte uns klar, dass jeder von uns ein „Wahrer Leader“ ist, wenn wir in uns vollkommen sind. Ein „Wahrer Leader“ muss nicht unbedingt andere führen, sondern in erster Linie sich selbst. Es benötigt die Klarheit: was will ich im Leben? Will ich Einfluss nehmen, oder will ich, dass die Welt über mich Einfluss nicht.

Kaivalya spricht 6 Punkte an, wo wir lernen können uns unserer Mitte und somit dem Zustand der Glückseligkeit (er nennt es „Bliss“) anzunähern.

1. Handlung

Grundsätzlich ist es zu jeder Zeit im Leben wichtig, dass wir im Handeln bleiben. Kaivalya erklärt es anhand des Zitates von Einstein:

„Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muss sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren.“

Das eigene „Wie“ wird durch die Handlung manifestiert. Die Handlung entscheidet darüber, wie es uns geht und bietet die Basis für unser Lernen. Fühlen, wir uns nicht wohl in einer Situation, lohnt es sich, sich und die Sitiuation in der 3. Person zu betrachten.

Akzeptanz im Zusammenhang ist ein wichtiges Klemmt für die eigene Entwicklung. Wenn man mit einer Handlung nicht zufrieden ist, sollte man sich rasch selber verzeihen und akzeptieren, dass es so ist, wie es ist. In dem man sich selber akzeptiert und Fehler verzeiht – vor allem sich selber- wird man auch anderen gegenüber grosszügiger.

Kaivalya fordert uns auf, uns nicht mit anderen zu vergleichen. Denn der Vergleich kostet uns sehr viel Energie. Wir verlieren den Fokus auf unserer eigenen Weg.
„Die grösste Blockade auf dem Weg zu uns selbst, ist die, die wir uns selbst auferlegen.“

2. Freundschaft

Wir brauchen 3 Freunde, die uns begleiten:

1. Der, der Dich mag wie Du bist

2. Der, der Dich konfrontiert und Dir die Meinung sagt

3. Der, der den Weg, den Du gehen möchtest, bereits gegangen ist

3. Wissen über sich selbst

Wir lernen viel, indem wir unserem Körper lernen zuzuhören und die Signale, die er uns sendet erkennen.

Wenn wir uns jeden Tag 15 Minuten Zeit nehmen und über uns nachdenken, kommen wir uns näher. Wichtig ist es, die Erkenntnisse handschriftlich zu erfassen.

4. Gleichheit – Gleichberechtigung

Ein grosses Anliegen und ein Thema mit der grössten Diskussion war das Thema Gleichheit.“In allem das Gleiche zu sehen ist eine grosse Freiheit, weil man aufhört zu bewerten.“

Gleichheit ist Freiheit. Wenn man frei ist, wird man alle gleich sehen.

Fragen:

Behandle ich in meinem Umfeld alle Personen gleich? Wenn nicht, weshalb ist das so?

Fördere ich in mir meine männlichen und weiblichen Anteile? Gehe ich selber gleichberechtigt mit mir um? Nehme ich für mich die gleichen Rechte in Anspruch, wie andere sie haben?

5. Gesellschaft

Wir sollten achtsam damit umgehen, in welchem Umfeld wir uns bewegen. Wir sollten unsere Freundschaften sorgfältig auswählen und prüfen, wer uns gut tut. Pflege Freundschaften. Umgebe Dich mit Menschen, die sich dafür interessieren, wie es Dir wirklich geht. Verliere die Verbindung zu den Menschen nicht.

Wir sollten nicht mit unserer Familie brechen, denn das ist unsere Lebensaufgabe und unsere Lernaufgabe, eine gute Verbindung zu erreichen.

Wie beeinflusse ich durch mein Handeln die Gesellschaft? Für wen bin ich da?“What can I do for you – instead of- whats in for me.“

6.Kommunikation

Zuhören mit dem Herzen. Das heisst, zuzuhören, ohne die eigene Meinung, Ideen, Ratschläge, Kommentare abzugeben. Zuhören, bedeutet Respekt vor dem anderen.

Kommunikation heisst auch, dass wir nicht immer nach Harmonie suchen müssen, sondern die Emotionen (unsere und die der anderen) annehmen, aushalten und akzeptieren.“Irritationen durch andere sind unsere Lerngeschenke.“

Bei Konflikten mit anderen rät Kaivalya, 4 Schritte bevor es zu einer Konflikt-Eskalation kommt:

1. Bedingslos zu lieben

2. Auftrag klären

3. Vertrag klären

4. Vision klären

5. Intervention

Auf die Frage, wie man Wahrheit bei anderen erkennt, meinte Kaivalya, dass es ganz einfach ist das zu erkennen. Wenn wir selber nur die Wahrheit von uns geben -und zwar konsequent, werden wir bei anderen sofort erkennen, ob sie die Wahrheit sprechen.

Zum Anschluss, gab es eine Meditation, die die Verbindung mit unserem höheren Selbst gefördert hat.

Mein persönliches Fazit aus diesem Abend ist, dass alles bei mir anfängt, dass die Verbindung zu mir selbst die Basis für die Interaktion mit meinem Umfeld ist und dass wir wieder mehr den Fokus auf die kleinen Dinge des Alltages, sowie unseren Handlungen legen sollten.

Das nächste Salongespräch zu diesem Thema findet am 11. Juni 2019 statt. Infos unter www.open-mind-academy.ch/kai

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