The Circle of Courage – was man daraus für die Kulturentwicklung im Unternehmen lernen kann

Der Circle of Courage® ist ein Modell positiver Jugendentwicklung, das auf dem universellen Prinzip beruht, dass alle Jugendlichen, um emotional gesund zu sein, ein Gefühl der

  1. Zugehörigkeit
  2. Können / Meisterschaft
  3. Unabhängigkeit
  4. Grosszügigkeit

brauchen.

Dieses einzigartige Modell integriert die kulturelle Weisheit von Stammesvölkern, die praktische Weisheit professioneller Pioniere mit unruhigen Jugendlichen und die Erkenntnisse der modernen Jugendentwicklungsforschung.

Der Circle of Courage® wurde von  Dr. Larry K. Brendtro (PhD), und seinen Kollegen entwickelt. Er  bildet die philosophische Grundlage für den  auf Belastbarkeit ausgerichteten Ansatz in der Arbeit mit Kindern, Familien und Gemeinschaften.

Und wie ich finde, kann man auch sehr viel daraus für die Kulturentwicklung in Unternehmen lernen.

Die vier Richtungen stellen universelle menschliche Bedürfnisse nach Zugehörigkeit, Meisterschaft, Unabhängigkeit und Grosszügigkeit dar. Dies sind die Grundlagen für psychische Belastbarkeit und positive Entwicklung.

Zugehörigkeit
In den Kulturen der amerikanischen Ureinwohner und der First Nations wurde die Bedeutung in Zugehörigkeitsgemeinschaften gepflegt. Die Lakota-Anthropologin Ella Deloria beschrieb den Kernwert der Zugehörigkeit mit diesen einfachen Worten: „Irgendwie mit jedem verwandt sein, den man kennt.“ Wenn man andere als Verwandte behandelt, entstehen starke soziale Bindungen, die alle in respektvolle Beziehungen hineinziehen. Der Theologe Marty stellte fest, dass im Laufe der Geschichte immer der Stamm und nicht die Kernfamilie das Überleben der Kultur sicherte. Selbst wenn Eltern starben oder nicht verantwortlich waren, war der Stamm immer da, um die nächste Generation zu ernähren.

Meisterschaft
Die Kompetenz in traditionellen Kulturen wird durch die garantierte Möglichkeit zur Beherrschung gewährleistet. Den Kindern wurde beigebracht, sorgfältig zu beobachten und denen mit mehr Erfahrung zuzuhören. Eine Person mit grösseren Fähigkeiten wurde als Vorbild für das Lernen gesehen, nicht als Rivale. Jeder Mensch strebt nach Meisterschaft für persönliches Wachstum, aber nicht danach, jemand anderem überlegen zu sein. Der Mensch hat einen angeborenen Drang, kompetent zu werden und Probleme zu lösen. Wenn es gelingt, Herausforderungen zu meistern, wird der Wunsch, etwas zu erreichen, gestärkt. Mit gutem Beispiel voranzugehen und Verantwortung zu übernehmen.

Unabhängigkeit
In der westlichen Kultur beruhte Macht auf Dominanz, aber in den Stammestraditionen bedeutete sie die Achtung des Rechts auf Unabhängigkeit. Im Gegensatz zu den Gehorsamsmustern der Disziplin war der Unterricht der Eingeborenen darauf ausgerichtet, Respekt aufzubauen und innere Disziplin zu lehren. Von frühester Kindheit an wurden Kinder ermutigt, Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und Eigenverantwortung zu zeigen. Erwachsene modellierten, nährten, lehrten Werte und gaben Feedback. Die Kinder jedoch erhielten reichlich Gelegenheit, Entscheidungen ohne Zwang zu treffen. Das bedeutet, dass man sich jederzeit auf Sie verlassen und Ihnen vertrauen kann.

Grosszügigkeit
Schliesslich spiegelte sich die Tugend in dem überragenden Wert der Grosszügigkeit wider. Das zentrale Ziel der Kindererziehung bei den amerikanischen Ureinwohnern ist es, die Bedeutung von Grosszügigkeit und Selbstlosigkeit zu lehren. Mit den Worten eines Lakota-Ältesten: „Du solltest in der Lage sein, deinen wertvollsten Besitz wegzugeben, ohne dass dein Herz schneller schlägt.“ Indem sie anderen helfen, schaffen die Jugendlichen ihren eigenen Beweis ihrer Würdigkeit: Sie leisten einen positiven Beitrag zu einem anderen menschlichen Leben.

Transformiert auf den Führungsalltag heisst dies:

  • Schaffen Sie eine Umgebung, in der sich jede MitarbeiterIn als wichtiges Mitglied fühlen kann.
  • Positive Ermutigung geben
  • Individualität und kreative Talente anerkennen
  • Erwartungen klar formulieren
  • Fördern Sie die Entwicklung von Problemlösungsstrategien 
  • Fördern Sie Problemlösung durch Zusammenarbeit
  • Ermutigen Sie Ihre Mitarbeitenden herausfordernde Aufgaben zu übernehmen
  • Kooperative zwischenmenschliche Beziehungen fördern
  • Ermutigen Sie MitabeiterInnen gute ZuhörerInnen und KommunikatorInnen zu sein

 

Einen sehr umfassenden Artikel zum nachlesen gibt hier:

https://www.southcampus.net/about-us/circle-of-courage-philosophy

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