Das Neue hören

Otto Scharmer, lehrt am Massachusetts Institute of Technology(MIT) und ist ein weltweit gefragter Aktionsforscher für Veränderungsprozesse in Wirtschaft und Politik. In seiner „Theorie U“ verbindet er Erfahrungen aus Management und Leadership-Training mit Einsichten der Psychologie, Philosophie und Spiritualität zu einem Prozess, der neue Potenziale des Verstehens und Handelns zugänglich macht.

Otto Scharmer kam aus Europa zum MIT, er hatte eine unbezahlte Stelle als Praktikant und kein Geld, mit dem er sich eine Zeit lang hätte über Wasser halten können. Das zwang ihn, möglichst rasch ins Handeln zu kommen. Er beschäftigte sich konkret mit Projekten zu Veränderungsprozessen.

Rückblickend war es für ihn eine grossartige Lektion, weil das Leben ihn in Situationen warf, in denen er lernte, sich zu öffnen. Er lernte, zuzuhören und schöpferische Beziehungen zu anderen aufzubauen. Und er lernte auch viel darüber, wie wir Veränderungsprozesse in der Praxis entwickeln können. Fast alles Essenzielle über die Praxis des U-Prozesses lernte er auf diese Weise – nicht durch Nachdenken über grosse Philosophen, sondern auf dem Boden der Tatsachen und durch das Zusammensein mit Praktikern. Dabei erkannte er die Wichtigkeit, nicht der Angst zu verfallen, wenn man den nächsten Schritt nicht kennt, sondern zu vertrauen, in das was kommen soll.

Er vertritt die Meinung, dass wir, wenn wir erfolgreich sein wollen, mit einem wachen Geist und einem offenen Herzenzuhören müssen – auch wenn dies eine grosse Herausforderung in unserem getriebenen Alltag ist.

Otto Scharmer beschreibt die unterschiedlichen Ebenen des Zuhörens, die Führungskräfte verstehen müssen, um das Beste aus sich selbst und ihren Mitarbeitern herauszuholen. Er argumentiert, dass das Zuhören in vier verschiedene Kategorien eingeteilt werden kann, von denen jede ein tieferes Mass an Empathie und Engagement bietet, wenn man sich darauf einlässt.

Sehr viel Wert legt er auf die dritte und vierte Ebene des Zuhörens: „Empathisches und Schöpferische Zuhören“. Hier entsteht die Offenheit für die Perspektive des Gegenübers, durch die empa­thische Haltung entsteht ein echter Dialog. Es entsteht eine besondere Nähe zwischen den Gesprächspartnern, ein Flow, der in co­ kreativen Ideen und idealerweise einem gemeinsamen Handeln mündet. Eine sehr schöne Zusammenfassung ist

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